SUMETENDORF

Der Ortsname lautete urkundlich zwischen 1255 und 1608 meist Szombathfalva, einige Male Zsombathfalu, vom Jahre 1698 bis in die neueste Zeit Szombatfa oder Sumetendorf, im Volksmund aber Zumendorf.

Der erste uns bekannte Besitzer des Ortes war der Domherr von Raab names Werenhart. Nach dessen Tode erhielt im Jahre 1255 der aus dem Geschlechte der Héderváry stammende Meister Herand von König Bela IV den Ort. Danach wechselte der Ort oftmals den Besitzer, so finden wir die Namen Burgherr von Eberau Berthold II Elderbach, Stefan Rozgony. 1524 erhielt Franz Batthyány die Besitzungen des Franz Héderváry, er behielt diese bis zur Grundablöse im 19. Jahrhundert.

1735 siedelten sich am Fuße des Stremer Berglandes sieben Weinbaufamilien an, die damit den Grundstein zur Entstehung der heutigen Familien bildeten. 1750 schienen folgende Untertanen der Herrschaft auf: Michael Schaller, Georg Halper, Witwe des Phillipp Neupauer, Michael Pfeiffer und Michael Neupauer. Sie besaßen zusammen 7 Häuser, 12 Ochsen, 10 Kühe, 10 Kälber, 25 Schweine und 15 Bienenstöcke.

 Luftbild Sumetendorf 

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1812 hatte diese kleine Gemeinde die stattliche Zahl von 224 Einwohnern, die aber bis heute auf 70 abgenommen hat.

Kirchlich gehörte der Ort urprünglich zu Heiligenbrunn, seit 1877 zu Strem. Von einer Glocke ist erstmalig 1773 die Rede, zu der der ledig verstorbenen Johann Neubauer 60 Gulden hinterließ und die in Graz mit einem Kostenaufwand von 70 Gulden gegossen wurde.

Am 12 Oktober 1958 sollte für Sumetendorf ein denktwürdiger Tag sein - die Weihe ihrer neu erbauten Kirche. Die Weihe mußte abgesagt werden, da Missionarbischof Joseph Domitrovits aus Brasilien (ein geborener Sumetendorfer) nicht rechtzeitig eintreffen konnte. Am 3. Adventsonntag war es aber soweit: Missionarbischof Domitrovits nahm die Weihe vor.